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Profilfahrt nach Madrid

Erster Tag: Reise ins Ungewisse

Um 08.05 Uhr saßen fast alle Mitglieder unserer Reisegruppe aufgeregt und gespannt im Zug auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen. Am Frankfurter Flughafen angekommen gaben wir – nun vollzählig - unsere Koffer auf und fuhren mit dem Bus über das Rollfeld zum Flugzeug. Nun begann unser emotionsreicher und aufregender Flug, der vor allem beim Start die eine oder den anderen zum Händchenhalten veranlasste. Außerdem lernten wir eine Schülergruppe aus Heilbronn kennen, unter anderem den charismatischen Berk alias „Carlos“. Als wir über den Wolken waren, haben sich die meisten wieder entspannt.

Angekommen in Madrid, schlug uns die Hitze ins Gesicht, und zudem fehlten zwei Koffer. Gottseidank konnte das Problem schnell gelöst werden. Nun ging es mit der Metro zum Hotel. Nach einigen Umstiegen kamen wir am Puerta del Sol an, mitten im Trubel von Madrid. Nach fünf weiteren Minuten Fußweg erreichten wir das Hotel. Wir bezogen die angenehm klimatisierten Zimmer und freuten uns über das vorhandene WLAN. Abends dann bekamen wir auf einem kurzen Spaziergang erste Eindrücke von Madrid und hörten bereits einige Kurzvorträge, die wir zuhause vorbereitet hatten. Zudem sahen wir unsere neuen Freunde aus dem Flugzeug wieder. Da wir nun alle sehr hungrig waren, beendeten wir unseren ersten Tag in Madrid mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant.

Der zweite Tag: Sporttag in Madrid

Nach einer erholsamen ersten Nacht, gingen wir zum Frühstück in die nahegelegene Cafeteria. Dort erhielten wir dann auch unsere Lunchpakete (Sandwich, Orange, eine Flasche Wasser). Ungünstig war, dass die Tomate das Weißbrot nach kurzer Zeit durchweichte. Um halb 10 Uhr morgens trafen wir uns für eine geführte Fahrradtour durch die Stadt. Jede/r von uns bekam ein Fahrrad in seiner Größe. Alle hofften, dass wir bei der Hitze keine Helme anziehen mussten, jedoch gilt in Spanien bis zum Alter von 16 Jahren Helmpflicht. Der Lieblingsspruch unseres Guides war „¡Vamonos!“, was Ben die ganze Woche hindurch gerne wiederholte. Die dreistündige Tour führte uns durch verschiedene Viertel Madrids und wir sahen unter anderem die Reiterstaffel der Policía Nacional (Wir durften die Pferde streicheln) und den berühmten Glaspalast im Retiro-Park. Nachdem wir die Fahrräder wieder abgegeben hatten, gingen wir nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel auf die Aussichtsplattform des Círculo de las Bellas Artes. Am Nachmittag besuchten wir das Fußballstadion von Real Madrid „Estadio de Santiago Bernabeu“, was sehr spannend war, weil man die Umkleide, den Rasen, den Presseraum besichtigen konnte. Wir haben unter anderem Trikots und Pokale der Fußballspieler von Madrid gesehen. Maike und Maren machten ein Rad auf dem Rasen des Stadions. Als wir das ganze Stadion besichtigt hatten, war die Gruppe hungrig. Also sind wir am späten Abend das traditionelle spanische Gericht „Paella“ essen gegangen. Nachdem wir wieder im Hotel waren, sind wir alle noch zusammengekommen und ließen den Abend mit „Werwolf“ ausklingen.

Der dritte Tag: Politik und Geschichte

Am dritten Tag waren wir zuerst im spanischen Parlament dem „Congreso de los Diputados“. Dort bekamen wir eine spanischsprachige Führung durch das Gebäude, das weitgehend so erhalten ist, wie es bereits im 19. Jahrhundert bestand. Wir erfuhren, dass Spanien durch die Hochzeit der Katholischen Könige (Isabell von Kastilien und Fernando von Aragon) entstand und dass die große Eingangstür des Gebäudes nur alle vier Jahre geöffnet wird, wenn die spanische Königsfamilie das neu gewählte Parlament beglückwünscht.

Nachdem wir das Parlament besichtigt hatten, hatten wir zuerst Freizeit bis zum späten Vormittag. In der Freizeit durften wir einen Teil der Stadt alleine erkunden. Gegen 13 Uhr begann die coole Stadtrallye. Wir bekamen viele Aufgaben, die wir in der Zeit lösen und bearbeiten mussten, z.B.  dass wir in einen Laden gehen und ein spanisches Essen probieren mussten oder, dass wir Fotos vor 3 verschiedenen Orten machen mussten und so weiter. Anschließend gingen wir nach einer Pause zum Palacio Real, dem spanischen Königspalast.  Dort warteten wir ziemlich lange in einer Schlange bis wir drinnen waren. Die Besichtigung war spannend und informativ. Die vielen Räume waren thematisch eingerichtet und prunkvoll. Nach der Führung gingen wir in kleinen Gruppen zum Supermarkt, um Getränke zu kaufen.  Danach verbrachten wir den Abend im Parque del Oeste („Westpark“), wo wir an einer schönen Aussichtsplattform Pizza aßen und den Sonnenuntergang genossen.

Der vierte Tag: Brennend heiß in Toledo

Am vierten und letzten Tag besichtigten wir Toledo, eine ehemalige gotische und römische Stadt und Festung in der Nähe Madrids. Nach einer 30-minütigen Zugfahrt kamen wir in der wunderschönen und heißen Stadt an. Der Aufstieg zum Stadtkern über die Brücke aus arabischer Zeit und die 174 Treppenstufen war zwar anstrengend, aber uns wurde schnell klar, dass er sich gelohnt hatte. Oben angekommen liefen wir zuerst zur Catedral de Santa María de la Asunción de Toledo. Sie war sehr ansehnlich und prunkvoll bestückt. Die vielen teuren, gotischen und edlen Elemente haben uns alle begeistert. Anschließend bekamen wir Freizeit, in der wir die Stadt in Dreiergruppen frei besichtigen konnten, oder wir durften das Waffenmuseum in Begleitung eines Lehrers ansehen. Zum Abschluss des Tages waren wir in einer Synagoge. Dort begutachteten wir Reliquien jüdischen Lebens im Mittelalter und lernten viel über die jüdische Vergangenheit Spaniens.

Der Tag wurde mit einer bequemen Rückfahrt nach Madrid und einem leckeren Burger beendet. Nach diesen tollen Erlebnissen hingen wir alle an Madrid und wollten gar nicht mehr weg.

Der letzte Tag: Heimreise

Unsere Abreise begann schon morgens. Nach einem gemeinsamen Frühstück hatte man die Möglichkeit erneut kurz, auf eigene Faust, in die Stadt zu gehen oder aber im Hotel zu bleiben. Um 11.00 machten wir uns dann auf den Weg zur Metro, mit der wir zum Flughafen fuhren. Angekommen am „Aeropuerto Adolfo Suárez Madrid-Barajas“ gaben wir unser Gepäck auf und gingen zur Sicherheitskontrolle. Bevor wir diese passierten, sammelten wir uns in einem Kreis und gaben unser Feedback zur Reise ab, das im Großen und Ganzen positiv ausfiel – lediglich das Lunchpaket entsprach nicht unseren Erwartungen. Später trafen einige von uns unseren altbekannten Freund Berk alias Carlos wieder, mit dem wir Mittagessen gingen.  Unser Rückflug war dieses Mal entspannt, wir hatten weniger Turbulenzen als beim Hinflug.  Zurück in Deutschland am Frankfurter Flughafen verbrachten wir dann eineinhalb Stunden damit, auf unser Gepäck zu warten. Als schließlich alle ihre Koffer bei sich hatten, wurde die eine Hälfte abgeholt, die übrigen legten einen sportlichen Endspurt zum Fernbahnhof in Terminal 1 hin, um den Zug zurück nach Mannheim nicht zu verpassen.

Abschließend lässt sich unsere Klassenfahrt der achten Klasse im Schuljahr 2018/2019 als aufregend, lustig und abwechslungsreich zum sonst eher trägen Schulalltag bezeichnen. Wir hatten alle viel Spaß und behalten diese Zeit wahrscheinlich noch lange in guten Erinnerungen.

Ein Bericht von Ben, Eleah, Greta, Lander, Lea, Lucas, Kim, Maike, Marc, Maren, Nina, Noa, Sandro und Herr Reinert

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